WWDC-2013-Videos konvertieren und 90 Prozent Platz sparen

Apple hat wie bereits in den vergangenen Jahren auch dieses Jahr die Videos und PDFs der einzelnen WWDC-Vorträge wenige Tage nach dem Ende der Konferenz im Entwicklerbereich zum Download freigegeben. Dabei liegen die Videos als SD- und HD-Version vor, allerdings sind die HD-Dateien mit 2,5–3,5 GB unverhältnismäßig groß.

Da die Filme im QuickTime-Format (mov) kodiert sind, liegt es nahe, sie in ein komprimiertes Format (MP4) zu überführen. Und siehe da: Wandelt man die Dateien beispielsweise mit Handbrake, werden aus 2860 MB luftig leichte 120 MB ohne ersichtlichen Qualitätsverlust. Nach einer derart effektiven Konvertierung lassen sich die Filme wunderbar archivieren.

Tipp

Wenn man ohnehin alle Videos und dazugehörigen PDFs laden möchte und keine Lust hat, jede Datei einzeln anzuklicken, damit das Laden losgeht, möge bitte einen Blick auf das Bash-Skript WWDC Video and PDF downloader werfen. Mit einem recht übersichtlichen Befehl im Terminal lassen sich auf diese Weise alle PDFs und Videos auf die eigene Festplatte laden.

Beispielsweise sorgt die Eingabe und Bestätigung von

wwdcVideoPDFGet-curlVersion.sh -v -f HD -o /Users/<home>/Downloads/WWDC-2013 <Apple-ID>

dafür, dass die HD-Version der Videos in den Ordner “WWDC-2013” im Verzeichnis “Downloads” geladen wird. Dabei wird jeder Download mit entsprechendem Fortschritt angezeigt.

Online-Speicher: Ich probiere Wuala aus

Ich bin bereits seit längerem auf der Suche nach bezahlbarem Online-Speicherplatz – die Hipster mögen es Cloud-Speicher nennen. Das Ganze ist nichts Revolutionäres und es gibt diverse Anbieter dafür : Dropbox, SkyDrive, Drive,  irgend’n Amazon-Gedöns und noch und nöcher. Was mich an diesen Diensten aber abschreckt, ist ihre US-Amerikanische Herkunft und damit die US-Amerikanische Gesetzgebung hinsichtlich der Daten-Privatsphäre.

Bei meiner Suche wurde mir klar, dass ich nicht einfach ein Laufwerk im Web haben möchte, sondern eine einfache, sich selbst aktuell haltende Sicherheitskopie aller meiner Daten. Dank Time Machine, das Apple seit Mac OS X 10.5 „Leopard“ ins System integriert und seitdem stetig verbessert hat, bin ich auf der sicheren Seite, was lokale Kopien angeht. Was ich nun möchte, ist ein dritter Ort, an dem diese Dateien liegen, der räumlich weit genug weg ist.

So kam ich auf Dienste wie Backblaze und CrashPlan, die genau diesem Zweck dienen, aber wiederum wollte ich meine Daten nicht auf US-Servern liegen haben. Wer sich für diese Dienste interessiert, kann auf maximumpc.com einen direkten Vergleich lesen.

Schließlich stieß ich bei meiner Suche auf Wuala. Laut eigenen Angaben stehen die für diesen Dienst verwendeten Server in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich. Ich hab mich nun dort angemeldet. Als Neukunde erhält man zu Beginn 5 GB kostenlosen Speicherplatz. Mir geht es nicht um die 5 GB, aber um den europäischen Standort. Ob der Dienst tatsächlich etwas taugt, weiß ich derzeit noch nicht, aber ich bin fest entschlossen, der Sache eine Chance zu geben.

Wer sich auch dort anmelden möchte, kann das gerne über folgenden Link tun: Wuala-Anmeldung. Denn dann erhalten wir beide 1 GB zusätzlich zu unserem kostenlosen 5-GB-Speicherplatz hinzu.

UISprech: Deutschsprachiger Podcast zur iOS-Software-Entwicklung

Englischsprachige Podcasts zur iOS-Software-Entwicklung gibt es einige bekannte, wie beispielsweise NSBrief, Debug, iDeveloper, aber einen deutschsprachigen Podcast zum Thema suchte man bisher vergebens. Dank UISprech ist diese Lücke nun geschlossen.

Auf dem Kieler BarCamp Mitte August 2013 setzten sich Heiko Behrens, Dieter Bethke sowie einige weitere Interessierte zusammen und diskutierten über ein solches Projekt. Bereits wenige Wochen waren Behrens und Bethke dabei, geeignete Hard- und Software zu testen, wie man in der aufschlussreichen Nullnummer hören kann.

Jetzt, Ende November, sind bereits sieben Folgen über UISprech bei iTunes oder die UISprech-Web-Seite verfügbar. Behrens hat stets einen kompetenten Gesprächspartner, mit dem er sich in der ein- bis eineinhalb-stündigen Sendung unterhält. Zu den Themen, denen einzelne Folgen gewidmet sind, gehören fundamentale Konzepte wie Debugging, Sicherheit, Kompatibilität, aber auch eher gesellschaftspsychologische Phänomene wie der Einfluss von Apps finden Erwähnung. Die Podcasts erscheinen im angenehmen Zwei-Wochen-Rhythmus.

Wer mit Objective-C und Cocoa entwickelt, sollte unbedingt UISprech kennen und hören. Auch wenn sich der Podcast vorrangig der iOS-Software-Entwicklung widmet, ist auch für Mac-Entwickler immer etwas dabei.

Heiko Behrens macht einen tollen Job und verdient unsere Unterstützung. Surft also los und hört und abonniert den Podcast und flattr’t UISprech.

Mit WinAmp geht auch ein bisschen persönliche Geschichte

Es muss 1997 gewesen sein. Dieses Musikformat MP3 war in aller Munde, und ich war interessiert. Man konnte also ein digitalisiertes Musikstück auf ein Zehntel seiner Größe reduzieren, ohne dass es erhebliche Klangeinbußen geben würde; das klang spannend. Ich hatte damals einen Pentium 90 mit Windows 95, und ich wollte dieses Umkodieren von Musikstücken einmal ausprobieren.

Als Test-Song nahm ich „Euphoria“ von den Spiritual Beggars. Ich wusste nicht, wie rechenintensiv das Kodieren einer WAV-Datei ins MP3-Format sein könnte, denn dann hätte ich kein 6-minütiges Stück als Test ausgesucht.

Ich klickte also auf den „Convert“-Knopf, sogleich legte der Rechner los und machte Fortschritte: … 0.01 % … 0.02 % … 0.03 % … das Ganze würde also dauern. Glücklicherweise rief ein Freund an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm den Film „Die üblichen Verdächtigen“ zu gucken. Ich ließ den Rechner rechnen und ging zum Freund. Wir guckten den Film, sprachen über ihn und gingen anschließend noch einen Döner essen.

Als ich dann wieder Zuhause war und nach dem Rechner sah, war er ausgelastet und immer noch damit beschäftigt, „Euphoria“ umzurechnen. Etwa sechs Stunden hat mein Pentium 90 damals gebraucht, um die Datei zu konvertieren, aber nun hatte ich Zugang zu der glitzernden Welt der portablen Musikdateien.

Das Abspielprogramm für MP3 war für mich WinAmp; und als ich Ende 1998 meinen ersten Mac kaufte, war für mich klar, dass ich als erstes eine Mac-Version brauchte und die hieß: MacAmp.

Nun nach 15 Jahren wird WinAmp eingestellt. Auch wenn ich das Programm vor vielen Jahren durch iTunes ersetzt habe, erinnert es mich an die wilden Anfangszeiten digitalisierter Musik.

Kostenlose Vorlesung: Apps für iOS 7 entwickeln

Der von mir bereits empfohlene Kurs „Developing iOS 7 Apps for iPhone and iPad“ von der US-Amerikanischen Universität Stanford erlebt seit einigen Wochen wieder eine Neu-Auflage.

Dozent Paul Hegarty erschließt einmal mehr in verständlichen Worten seinen Studierenden Apples CocoaTouch-Framework, die Programmiersprache Objective-C und die Entwicklungsumgebung Xcode 5. Ordentliche Englischkenntnisse und Disziplin vorausgesetzt lässt sich die Vorlesung über die in iTunes integrierte hochwertige Lernplattforn iTunes U als Online-Kurs besuchen.

Ich kann jedem, der Interesse an der Entwicklung von iOS-Apps im Besonderen oder der objektorientierten Programmierung im Allgemeinen hat, das Mitmachen bei diesem Kurs sehr empfehlen.

iPod nur noch mit 2 Prozent an Apples Umsatz beteiligt

Wie sich die Zeiten doch ändern: Am 23. Oktober 2001 stellte Apple den iPod vor. Anfangs prophezeite kaum jemand dem schicken mobilen MP3-Spieler mit 5-GB-Festplatte einen Erfolg. Ich übrigens auch nicht.

Aus heutiger Sicht ist das kaum zu glauben, aber vor fünf Jahren machten die iPod-Verkäufe knapp die Hälfte von Apples Umsatz aus. Nach der gestrigen Quartalskonferenz wurde klar, dass der Musikspieler keine tragende Rolle mehr spielt, denn er fand in der Vorstellung der Quartalszahlen keine Erwähnung seitens Apples Finanzchef Peter Oppenheimer.

Im vergangenen Quartal trug der ehemalige Star mit 3,5 Millionen verkauften Stück lediglich zwei Prozent zu Apples Umsatz bei.

Die Grafik stammt von techcrunch.com.

Unterstützt kiel-wiki.de

Vergangenen Montag war ich endlich einmal wieder beim Kieler Web-Montag und was soll ich sagen? Es ist immer eine Freude dort zu sein, denn man trifft nette Menschen wieder und hört sich fast ausnahmslos lehrreiche Vorträge an. So auch in dieser Woche.

Hervorheben möchte ich heute das Projekt www.kiel-wiki.de. Die bisher von zwei Kielern gepflegte Web-Seite bietet jede Menge Wissenswertes über Kiel, so zumindest die Vision. Derzeit befindet sich die Seite noch in ihren Kindertagen und ist auf mithilfe von vielen schreibenden Händen angewiesen.

Zwar soll das Projekt viele Informationen darstellen, die auch über andere Seiten verfügbar sind, aber diese legen den Fokus auf den Status Quo. Möchte man sich über den Werdegang einer weniger prominenten Kieler Straße oder eines Gebäudes informieren, stößt man schnell auf Grenzen. www.kiel-wiki.de hingegen hat sich zum Ziel gesetzt, die Vergangenheit auch weniger bekannter Orte in Kiel zu beleuchten.

Mainstream-Geschichtsschreibung womöglich keinen Platz haben, dann schaut doch bei www.kiel-wiki.de vorbei und teilt euer Wissen mit uns allen, die an Kiel und Kieler Geschichte interessiert sind.

Zu Besuch auf der Entwicklerkonferenz Macoun 2013

Am 5. und 6. Oktober haben sich vorwiegend deutschsprachige iOS- und OS-X-Entwickler in Frankfurt am Main eingefunden. Der Grund hierfür war die nun zum sechsten Mal stattfindende Entwicklerkonferenz Macoun. Ich war das erste Mal dabei.

Zwei Tage lang gab es in drei Räumen Vorträge zu verschiedenen Themen rund um iOS- und OS-X-Entwicklung. Beispielsweise ein “Hinter die Kulissen” der “Börse Frankfurt”-App, einen schönen Übersichtsvortrag zu “Parallele Programmierung”, eine Einführung in den Build-Server Jenkins von Uli Kusterer, erste Schritte mit Cocoapods, Podcast-Legenden Peter und Ingo legten Totalverweigerern Unit Tests nahe, Wohin-Entwickler Ortwin Gentz ließ die Anwesenden in iOS-Trickkiste blicken, Alex von Below lenkte die Aufmerksamkeit au zu lasches Entwicklerverhalten in Puncto Sicherheit und vieles mehr.

Die Veranstaltung findet direkt am Main-Ufer in der Jugendherberge “Haus der Jugend” statt. Die Atmosphäre ist familiär und freundlich. Für mich war es eine besondere Freude vielen lediglich von Twitter bekannten Kollegen und Kolleginnen einmal die Hand schütteln zu können.

Für mich als Mac-Entwickler ist die Dominanz von iOS auf der Macoun etwas zu groß, die Mac-Themen kommen zu kurz. Andererseits ist die Nähe der SDKs so groß, dass es unter dem Strich nur wenig stört.

Langjährige Macoun-Teilnehmer bestätigten mir, dass das Niveau der Vorträge über die Jahre kontinuierlich zugenommen hat, gleichzeitig bedauerten sie, dass die meisten Vorträge als Einführung konzipiert sind. Sie wünschten sich auch fortgeschrittene Themen.

Neben den insgesamt 22 Vorträgen gab es auch eine Werkstatt, in der sich erfahrene Entwicklerinnen und Entwickler bereit erklärt hatten, Fragen zu beantworten. So konnte man mit dem eigenen Projekt und den darin auftauchenden Problemen mit Experten sprechen und sich Rat holen.

Fazit

Die Macoun 2013 war eine sehr gelungene Veranstaltung. Auch wenn nicht jeder Vortrag meinen Kenntnisstand revolutionär erweitert hat, war es dennoch eine große Freude vor Ort zu sein. Gerne wieder.