Time to start over

Es ist einige Zeit her, dass ich die Geduld zum Schreiben hatte, aber es wird Zeit wieder mit dem Bloggen zu beginnen. In guter, alter Iron-Blogger-Tradition nehme ich mir vor, einmal die Woche zu bloggen.

chacka

Vor einem Jahr

Vor einem Jahr hat Apple das iPhone 5s und das iPhone 5c vorgestellt. Das Gejammer in Funk, Fernsehen, Blogosphäre und sozialen Netzwerken war gigantisch: Keine Innovation, … bla bla bla

Ich schrieb damals über die Reaktion, dass man sich schon ausmalen kann, was bei der Vorstellung des iPhone 6 im September 2014 passieren wird:

In aller Kürze: iPhone 6 erscheint, dreiviertel der Nerd-Gemeinde ist sich sofort einig: Apple ist nicht innovativ, das iPhone 6c ist zu teuer, Apples Aktienkurs fällt um etwa 3,5 %.

Heute Abend ist es nun soweit: Apple hat eine Veranstaltung angekündigt. Ich bin weiterhin überzeugt, dass das voreingenommene Gejammer allseits groß sein wird, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

19 Uhr geht’s los und einen Live-Stream gibt es auch.

Videos zum 30. Chaos Communication Congress sind online

Vom 27. bis zum 30.12.2013 fand im Hamburger CCH der 30. Chaos Communication Congress (Tag: #30C3) statt. Ich war zwar nur einen Tag dort, wäre aber gerne die vollen vier Tage dort gewesen.

Hier nun der Hinweis, dass die Videos fast aller Vorträge online verfügbar sind. Die meisten Talks sind auf Englisch, aber es gibt auch Vorträge auf Deutsch. Neben sehr technischen Vorträgen gab es auch eine Reihe von Veranstaltungen, die die Konsequenzen technischer Entwicklung auf die Gesellschaft beleutet haben. Hauptthemen waren der diesjährige NSA-Skandal, die Snowden-Enthüllungen, Recht auf Privatsphäre und Verschlüsselungstechnologien.

Schaut euch ein paar Vorträge an, es lohnt sich: 30C3-Videos

Online-Speicher: Ich probiere Wuala aus

Ich bin bereits seit längerem auf der Suche nach bezahlbarem Online-Speicherplatz – die Hipster mögen es Cloud-Speicher nennen. Das Ganze ist nichts Revolutionäres und es gibt diverse Anbieter dafür : Dropbox, SkyDrive, Drive,  irgend’n Amazon-Gedöns und noch und nöcher. Was mich an diesen Diensten aber abschreckt, ist ihre US-Amerikanische Herkunft und damit die US-Amerikanische Gesetzgebung hinsichtlich der Daten-Privatsphäre.

Bei meiner Suche wurde mir klar, dass ich nicht einfach ein Laufwerk im Web haben möchte, sondern eine einfache, sich selbst aktuell haltende Sicherheitskopie aller meiner Daten. Dank Time Machine, das Apple seit Mac OS X 10.5 „Leopard“ ins System integriert und seitdem stetig verbessert hat, bin ich auf der sicheren Seite, was lokale Kopien angeht. Was ich nun möchte, ist ein dritter Ort, an dem diese Dateien liegen, der räumlich weit genug weg ist.

So kam ich auf Dienste wie Backblaze und CrashPlan, die genau diesem Zweck dienen, aber wiederum wollte ich meine Daten nicht auf US-Servern liegen haben. Wer sich für diese Dienste interessiert, kann auf maximumpc.com einen direkten Vergleich lesen.

Schließlich stieß ich bei meiner Suche auf Wuala. Laut eigenen Angaben stehen die für diesen Dienst verwendeten Server in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich. Ich hab mich nun dort angemeldet. Als Neukunde erhält man zu Beginn 5 GB kostenlosen Speicherplatz. Mir geht es nicht um die 5 GB, aber um den europäischen Standort. Ob der Dienst tatsächlich etwas taugt, weiß ich derzeit noch nicht, aber ich bin fest entschlossen, der Sache eine Chance zu geben.

Wer sich auch dort anmelden möchte, kann das gerne über folgenden Link tun: Wuala-Anmeldung. Denn dann erhalten wir beide 1 GB zusätzlich zu unserem kostenlosen 5-GB-Speicherplatz hinzu.

Mit WinAmp geht auch ein bisschen persönliche Geschichte

Es muss 1997 gewesen sein. Dieses Musikformat MP3 war in aller Munde, und ich war interessiert. Man konnte also ein digitalisiertes Musikstück auf ein Zehntel seiner Größe reduzieren, ohne dass es erhebliche Klangeinbußen geben würde; das klang spannend. Ich hatte damals einen Pentium 90 mit Windows 95, und ich wollte dieses Umkodieren von Musikstücken einmal ausprobieren.

Als Test-Song nahm ich „Euphoria“ von den Spiritual Beggars. Ich wusste nicht, wie rechenintensiv das Kodieren einer WAV-Datei ins MP3-Format sein könnte, denn dann hätte ich kein 6-minütiges Stück als Test ausgesucht.

Ich klickte also auf den „Convert“-Knopf, sogleich legte der Rechner los und machte Fortschritte: … 0.01 % … 0.02 % … 0.03 % … das Ganze würde also dauern. Glücklicherweise rief ein Freund an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm den Film „Die üblichen Verdächtigen“ zu gucken. Ich ließ den Rechner rechnen und ging zum Freund. Wir guckten den Film, sprachen über ihn und gingen anschließend noch einen Döner essen.

Als ich dann wieder Zuhause war und nach dem Rechner sah, war er ausgelastet und immer noch damit beschäftigt, „Euphoria“ umzurechnen. Etwa sechs Stunden hat mein Pentium 90 damals gebraucht, um die Datei zu konvertieren, aber nun hatte ich Zugang zu der glitzernden Welt der portablen Musikdateien.

Das Abspielprogramm für MP3 war für mich WinAmp; und als ich Ende 1998 meinen ersten Mac kaufte, war für mich klar, dass ich als erstes eine Mac-Version brauchte und die hieß: MacAmp.

Nun nach 15 Jahren wird WinAmp eingestellt. Auch wenn ich das Programm vor vielen Jahren durch iTunes ersetzt habe, erinnert es mich an die wilden Anfangszeiten digitalisierter Musik.

iPod nur noch mit 2 Prozent an Apples Umsatz beteiligt

Wie sich die Zeiten doch ändern: Am 23. Oktober 2001 stellte Apple den iPod vor. Anfangs prophezeite kaum jemand dem schicken mobilen MP3-Spieler mit 5-GB-Festplatte einen Erfolg. Ich übrigens auch nicht.

Aus heutiger Sicht ist das kaum zu glauben, aber vor fünf Jahren machten die iPod-Verkäufe knapp die Hälfte von Apples Umsatz aus. Nach der gestrigen Quartalskonferenz wurde klar, dass der Musikspieler keine tragende Rolle mehr spielt, denn er fand in der Vorstellung der Quartalszahlen keine Erwähnung seitens Apples Finanzchef Peter Oppenheimer.

Im vergangenen Quartal trug der ehemalige Star mit 3,5 Millionen verkauften Stück lediglich zwei Prozent zu Apples Umsatz bei.

Die Grafik stammt von techcrunch.com.

Nimm kein unbezahltes Praktikum an

“Ja, wer was auf sich hält in diesem Land
Geht nach Berlin und wird berühmter Praktikant”
Jan Delay, Showgeschäft (2009)

Mach kein unbezahltes Praktikum!

Der einzige Fall, den ich gelten lasse, ist ein Schülerinnen- / Schülerpraktikum. Fünf Tage in einen Betrieb hineinzuschauen, muss nicht unbedingt bezahlt werden. Eine kleine Anerkennung für die Arbeit sollte schon drin sein, ich denke da an ein Buch, eine CD oder etwas Ähnliches in dieser Preiskategorie.

Alles, was über vier Wochen hinausgeht, sollte angemessen bezahlt werden. Die meisten Praktika, die man als Studentin oder Student macht, dauern drei bis sechs Monate. Das ist genug Zeit, das Unternehmen und die Arbeit kennenzulernen und auch genug Zeit, produktiv für das Unternehmen tätig zu sein.

1. Unbezahlte Praktika sind asozial

Menschen, die unbezahlte Praktika annehmen, zeigen Unternehmen, dass es Leute gibt, die gewillt sind, derartige Vereinbarungen einzugehen. Damit werden die Tabellenkalkulations-Fetischisten in den Unternehmen darauf beharren, weiterhin nach Kräften zu suchen, die die Arbeit kostenlos erledigen. Der Wert der Arbeit wird auf diese Weise verdorben. Ein aktuelles Beispiel hierzu ist das Vorgehen der deutschen Ausgabe der Huffington Post: Am 10. Oktober möchte der US-Ableger hier in Deutschland starten und sucht noch Schreiberlinge, aber was sie leider nicht bieten kann: “Geld für die Beiträge”. Da haben wir’s: Es gibt Menschen, die von ihrem Geschriebenen leben möchten. Sie werden es nicht können, wenn ihre Kolleginnen und Kollegen die gleiche Arbeit für lau erledigen.

2. Unbezahlte Praktika sind asozial

Liegt man den Eltern noch auf der Tasche, mag es möglich sein, ein unbezahltes Praktikum anzunehmen. Was aber mit den vielen Job-Suchenden, die nicht von ihren Eltern durchgefüttert werden, weil die das gar nicht können? Menschen, die unbezahlte Praktika annehmen, helfen dabei, den Graben innerhalb der Gesellschaft zwischen wohlhabend und arm zu vertiefen.

3. Unbezahlte Praktika sind lebensfremd

Die Dinge des Alltags kosten nunmal Geld. Wenn Verkäufer, Bäcker, Schneider und Schuhmacher sich auf den Handel einlassen, dass es für sie eine tolle Erfahrung und ein großer Erkenntnisgewinn ist, wenn ich deren Läden betrete und die Ware ohne sie zu bezahlen mitnehme, dann kann ich auch gerne ein unbezahltes Praktikum annehmen.
Die Begriffe “Erfahrung” und “Erkenntnisgewinn” lassen sich in diesem Beispiel problemlos durch andere Bullshit-Bingo-Begriffe wie “Kontakte”, “Netzwerk” oder “Ruhm, Ehre und Reichweite” ersetzen.

4. Unbezahlte Praktika sind nichts wert

Bekommt man für ein Praktikum nichts, dann weiß man hinterher auch nicht, wieviel das Praktikum intersubjektiv wert war. Beim nächsten Praktikum weiß ich dann nicht, wie ich ansetzen soll: “Kann ich jetzt Geld verlangen? Ist ja schließlich bereits mein zweites.” Oder: “Wieviel Geld darf ich verlangen?” Meine Unsicherheit ist groß und spielt somit Ausbeuterbetrieben in die Hände, deren Management ihr Geld durch die Arbeit unbezahlter Praktikanten verdient. Denn aufgrund meiner Unsicherheit können sie mich hinhalten, mit leeren Versprechungen abtun oder einfach übergehen.
Seid ihr in der Wirtschaft? Geht es um eure Arbeit? Dann denkt immer daran: “Was nichts kostet, ist nichts wert.”

Habt ihr Feierabend? Dann vergesst bitte nicht, dass es viele, viele Dinge gibt, die sehr  wertvoll sind, die man aber mit Geld nicht bezahlen kann.

Bildquelle: http://abload.de/img/bildschirmfoto2013-09kbi98.png

Star Trek Technology, dude!

Apple hat am Dienstag Abend zwei neue iPhone-Modelle präsentiert: das iPhone 5s und das iPhone 5c und gefühlt dreiviertel der Nerd-Gemeinde rannte mental Amok. Ich finde: Apple hat alles richtig gemacht!

Apple verfolgt eine Strategie. Dabei gehen die Lenkerinnen und Lenker des Unternehmens planvoll vor. Sicherlich passen sie ihre Strategie hin und wieder an, aber sie verfolgen ihren Plan Zug um Zug, wie ein guter Schach-Spieler. Ich habe keinen Einblick in die inneren Unternehmensstrukturen; von außen sieht jede Veröffentlichung wohlüberlegt aus.

2011

Vor zwei Jahren erschien das iPhone 4S als Nachfolger des 4er-Modells. Äußerlich sind beide Modelle nicht zu unterscheiden. Das 4S kam mit Doppel-Kern-Prozessor, besserer Kamera und der Sprachassistentin Siri. Das 4er-Modell war für 100 Euro günstiger weiterhin erhältlich. Es entstand ein Riesenwirbel in den Netzwerken, dass Apple nicht innovativ sei, die Unterschiede zwischen neuem und altem Gerät wären zu marginal.

2012

Letztes Jahr erschien das iPhone 5 als Nachfolger des 4S-Modells. Dieses Mal war es ein stark verändertes Gehäuse mit LTE-Unterstützung, größerem Bildschirm, neuem Prozessor, besserer Kamera und längerer Akkulaufzeit. Das 4S-Modell war für 100 Euro günstiger weiterhin erhältlich. Es entstand ein Riesenwirbel in den Netzwerken, dass Apple nicht innovativ sei, die Unterschiede zwischen neuem und altem Gerät wären zu marginal.

2013

Dieses Jahr erschien das iPhone 5s als Nachfolger des 5er-Modells. Äußerlich unterscheiden sich beide Modelle vor allem durch den Metallring rund um den Home-Knopf auf der Vorderseite. Das iPhone 5s bietet LTE-Unterstützung auf vielen Frequnzen, einen 64-Bit-Prozessor, eine bessere Kamera, längere Akku-Laufzeit und einen Fingerabdruck-Sensor, mit der sich das Gerät entsperren lässt. Das 5er-Modell vom letzten Jahr lebt als 5c-Modell weiter. Das iPhone 5c ist für 100 Euro günstiger erhältlich. Es gibt einen Riesenwirbel in den Netzwerken, dass Apple nicht innovativ sei, die Unterschiede zwischen neuem und altem Gerät wären zu marginal und das iPhone 5c sei zu teuer.

Fucking Star Trek Technology, dude!

Alter, ich tipp mit meinem Finger auf einen Knopf auf der Vorderseite, mein Telefon erkennt, dass ich es bin und steht mir zur Verfügung? Mann, das ist fucking Star Trek Technology. Das ist wie Raumschiff Enterprise. Das ist fantastisch. Das ist Zukunft, wie ich es mir erträumt hab. Ich finde dieses Feature des iPhone 5s großartig. Längere Akku-Laufzeit, breitere LTE-Unterstützung, bessere Kamera, neuen Prozessor mit Bewegungs-Coprozessor nehme ich auch gerne mit.
Mein Fingerabdruck existiert laut Apple nur innerhalb des Geräts, er wird nicht synchronisiert und es gibt keinen Zugang zu ihm.

Innovation

Die meisten, die nach Innovation schreien oder zu wenig Innovation bei Apple ausmachen, haben – so vermute ich – das Innovative weder im iPhone 2007 noch im iPad 2010 erkannt. Wahrscheinlich sind da auch Leute dabei, die bereits 1984 bei der Vorstellung des Mac angemerkt haben: “Maus? Tastatur? Wer braucht sowas?”

2014

Dem Gesetz der Serie folgend könnte ich also bereits heute, im September 2013, schreiben, was vermutlich im September 2014 bezüglich neuer iPhones passieren wird. In aller Kürze: iPhone 6 erscheint, dreiviertel der Nerd-Gemeinde ist sich sofort einig: Apple ist nicht innovativ, das iPhone 6c ist zu teuer, Apples Aktienkurs fällt um etwa 3,5 %.

Mein Fazit

Meine Vertragsverlängerung steht an und mein kommendes Telefon wird ein iPhone 5s. Glasklare Entscheidung, Space-Grau im Farbton. Ich muss gestehen, mein derzeitiges Telefon ist ein iPhone 4. Für mich ist der Wechsel zum 5s ein großer Technologie-Sprung, den ich sehr stark merken werde und auf den ich mich sehr freue.